Dienstag, 18. Februar 2020

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Kleiner Rückblick in den Oktober 2019

Tschüß "Wölfi"
Im Oktober 2019 kam die traurige Nachricht, dass unser liebgewonnenes Katastrophenschutzfahrzeug nicht wieder über den TÜV kommt, aufgrund von einigen erheblichen Mängeln wurde das Fahrzeug außer Dienst gestellt.



Zur Geschichte
Vor 55 Jahren wurde der Klöckner-Humbold-Deutz vom Land Schleswig-Holstein für den Katastrophenschutz beschafft. Mit dem Funkrufname Florian Rendsburg 04-42-2 ist das Löschgruppenfahrzeug 16 TS (kurz: LF 16/TS) in dieser Zeit bei uns in Altenholz stationiert gewesen.


Das Fahrzeug wurde bei größeren Einsätzen auf Grund der großen Mengen an Schlauchmaterial vor allem für die Wasserförderung über lange Wegstrecke bei Lenzeinsätzen genutzt. Auch konnte der Deutz jederzeit zur Katastrophenabwehr auf nationaler und internationaler Ebene eingesetzt werden.

Das Löschgruppenfahrzeug 16 mit Tragkraftspritze war vor allem in den 1970er Jahren ein weit verbreitetes Löschfahrzeug. Nahezu alle dieser Fahrzeuge wurden vom Bund für den erweiterten Katastrophenschutz beschafft. Ende der 1990er Jahre wurde erwogen, die Norm im Rahmen der Typenreduzierung zurückzuziehen. Man entschloss sich aber, das Fahrzeug als Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz aufrechtzuerhalten.

Das LF 16-TS verfügte nicht über einen eigenen Löschwasservorrat, jedoch über 600 m B-Schlauch und über 240 m C-Schlauch, ebenso über 120 l Schaummittel. Seine Ausrüstung ist primär für die Brandbekämpfung und Löschwasserförderung ausgelegt.



Wölfi“
Eine kleine Gruppe Kameraden, kümmerte sich in den ganzen Jahren um die Pflege und die Instandsetzung kleiner Mängel. Besonders ein Kamerad kümmerte sich um den Deutz, durch welchen das Auto den Spitzname „Wölfi“ erhielt.

In den vielen Jahren ist „Wölfi“ nicht nur jährlich auf Katastrophenschutzübungen gewesen, sondern auch den einen oder anderen Einsatz für den Katastrophenschutz gefahren. Hierbei sind die letzten Katastrophenschutzeinsätze im November 2010 in Behrensdorf bei Plön zur Deichsicherung und im Juni 2013 beim Elbehochwasser in Sachsen-Anhalt.



Der letzte Einsatz:
Die wohl längste Anfahrt zu einem Einsatz begann am 14.06.2013 mitten in der Nacht. Innerhalb von 45min startete die Kameraden aus Altenholz und fuhren zum Treffpunkt in Rendsburg, um von dort im Konvoi mit 16 Fahrzeugen der 1. und 2. Feuerwehrbereitschaft aufzubrechen. Auf dem Weg erweiterte sich der Konvoi mit weiteren alarmierten Fahrzeugen aus Schleswig-Holstein.
In Wechselschichten wurde rund um die Uhr im Dorf Fischbeck der Havelberger Deich, welcher gebrochen war, gesichert und die Wassermassen abgepumpt. Die Kameraden waren bis zum 20.06.2013 dort im Einsatz, mit vielen weiteren Kräften aus Schleswig-Holstein.

 

Allgemeines:

 

Besatzung: 

1/8 = (9 Feuerwehrleute)

Funkrufname: 

Florian Rendsburg 04-42-2

Erstzulassung: 

27.01.1964

Hersteller: 

Klöckner-Humbold-Deutz

Fahrgestell:

Magirus Mercur 125 A

Führerschein: 

Klasse C (LKW)

 

 

Technische Daten:

 

Gewicht: 

10.000 kg

Leistung:

93 kW

Geschwindigkeit:

80 km/h

 

 

Pumpe:

fest eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe

 

mobile Tragkraftspritze TS 8/8

 

mobile Tauchpumpe

 

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