Montag, 20. November 2017

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„Knalleffekt“ zum Jahresausklang

Mit einem wirklichen „Knalleffekt“ endete das Übungsjahr für die Freiwillige Feuerwehr Altenholz: Auf dem Dienstplan für den letzten Übungsdienst des Jahres am 8. Dezember stand eine Fortbildung zum Thema Unwettereinsätze. Anschließend sollte es zum „Abgrillen“ und „Anpunschen“ gehen. Doch kaum waren die 25 Aktiven zur Einteilung angetreten, heulte plötzlich die Sirene auf dem Dach des Gerätehauses. Die Leitstelle meldete ein Feuer in einem Einfamilienhaus im Dehnberg, das bei Renovierungsarbeiten ausgebrochen war. Mehrere Personen sollten sich noch im Gebäude befinden.

 

Dementsprechend groß war das alarmierte Kräfteaufgebot: Neben den beiden Ortswehren Altenholz und Knoop wurden auch eine Drehleiter aus Kiel und die medizinische Ersthelfergruppe der Feuerwehr Dänischenhagen in Marsch gesetzt. Vor Ort erwartete die Feuerwehrleute laute Explosionsgeräusche, flackernder Feuerschein und dichte Rauchschwaden. Schemenhaft machten sich Personen am Fenster bemerkbar.

Jetzt war schnelles Handeln gefragt: Eilig wurde eine Leiter ans Fenster gestellt. Atemschutzgeräteträger rüsteten sich aus und drangen mit Schlauchleitungen in das Haus ein, um es Zimmer für Zimmer nach den weiteren Vermissten zu durchsuchen. Parallel wurde eine Wasserversorgung von zwei Hydranten aufgebaut. Die Drehleiter ging vor dem Haus in Stellung, damit weitere Trupps zur Brandbekämpfung in das Dachgeschoss vordringen konnten. Vier gerettete Personen waren verletzt. Die Sanitätskräfte aus Dänischenhagen nahmen sie vor dem Gebäude zur Erstversorgung in Empfang und kümmerten sich um sie bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.

Nachdem alle Vermissten gefunden worden waren und das Feuer gelöscht war, war die Logistik der Feuerwehr Altenholz gefragt: Aus dem Lager des Feuerwehrhauses wurden Getränke, trockene Schläuche und neue Atemschutzgeräte zum Dehnberg gefahren, um vor Ort die Fahrzeuge wieder einsatzbereit bestücken zu können. Insgesamt waren 48 Einsatzkräfte mit 10 Fahrzeugen an dem Einsatz beteiligt, bei dem es sich glücklicherweise nur um eine von den beiden Altenholzer Zugführern vorbereitete Alarmübung handelte. Nur die Leitstelle und die Nachbarfeuerwehren waren eingeweiht, selbst die Altenholzer Wehrführung wusste nicht Bescheid. Denn auch die Führungskräfte sollten die Einsatzleitung unter realen Bedingungen üben.

Die Geheimhaltung hat geklappt und das Szenario war mit Hilfe des Pyrotechnikers Marco Pinkowsky aus Osdorf so täuschend echt vorbereitet worden, dass viele Einsatzkräfte erst nach Minuten an der Einsatzstelle bemerkten, dass es sich um eine Übung handelte. Selbst in den Sozialen Medien gab es Spekulationen darüber, welch schlimmes Unglück in Altenholz wohl passiert sei. Für die beteiligten Helfer war nach zwei Stunden die Übung beendet und zur Nachbesprechung im Feuerwehrhaus gab es dann auch endlich die versprochene Grillwurst mit einem Becher Punsch. In der Übungskritik wurden noch einige Kleinigkeiten angesprochen, die sich verbessern lassen. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Feuerwehren bei der Menschenrettung und Brandbekämpfung hat aber sehr gut funktioniert, so das Fazit der Übungsleiter.



 13.12.2016