Mittwoch, 20. September 2017

Löschgruppenfahrzeug 16/12 - Florian Rendsburg 20/48/01

Das Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 ist das Erstangriffsfahrzeug der Feuerwehr Altenholz bei Brandeinsätzen, das heißt bei einer Feuermeldung wird dieses Fahrzeug als erstes durch die Kameraden besetzt und rückt dann zum Einsatzort aus.

Das LF 16/12 ist ein insbesondere bei größeren Freiwilligen Feuerwehren weit verbreitetes Löschgruppenfahrzeug, das bis 2005 in der DIN 14530 Teil 11 genormt war. Seine Beladung ist u. a. für die überörtliche Unterstützung kleinerer Feuerwehren bei der Brandbekämpfung ausgelegt. Vielerorts wurden für dieses Fahrzeug jedoch eigene Beladungskonzepte entwickelt, die es teilweise zu einem multifunktionalen Allroundgerät machten, das jedes andere Feuerwehrfahrzeug ersetzen kann. Es verfügt standardmäßig auch über eine umfangreiche Ausrüstung zur technischen Unfallhilfe. 

Zur Brandbekämpfung führt dieses Fahrzeug einen Löschmitteltank mit 1.600 Litern Wasser und 120 Liter Schaummittel in Kanistern mit. Im Fahrzeugheck ist eine Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Förderleistung von 1.600 Litern Wasser pro Minute verbaut um Wasser aus dem öffentlichen Hydrantennetz oder offenen Gewässern zu fördern. Zur sofortigen Wasserabgabe ist direkt an die Pumpe des LF 16/12 ein 30m langer formstabiler C-Schlauch mit Hohlstrahlrohr angeschlossen, der sogenannte Schnellangriff.Das Fahrzeug bietet Platz für eine Löschgruppe, also 9 Einsatzkräfte. Zwei Einsatzkräfte können sich schon während der Anfahrt in der Mannschaftskabine mit Atemschutzgeräten ausrüsten. Diese Einsatzkräfte bilden dann den sogenannten Angriffstrupp und können an der Einsatzstelle auch bei starker Verrauchung sofort tätig werden.

Auf dem Fahrzeugdach befindet sich ein Wasserwerfer,  der aber auch mobil einsetzbar ist. Außerdem befindet sich auf dem Dach ein Lichtmast mit zwei 1000 Watt Flutlichtstrahlern und es sind zwei tragbare Leitern, mit denen das zweite ( 4-teilige Steckleiter) bzw. dritte (3-teilige Schiebleiter) Obergeschoss erreicht werden kann, verlastet.

Im Heckbereich des Fahrzeuges ist eine fahrbahre Schlauchhaspel mit 140 m B-Schlauch zum schnellen Aufbau einer Wasserversorgung über längere Strecken montiert.

Neben feuerwehrtechnischer Grundbeladung, wie z.B. Funktionsweste für den Einheitsführer,  7 Funkgeräten, 6 Handscheinwerfern , 2 Feuerwehräxten oder auch verschiedenen Leinen befindet sich auf diesem Fahrzeug in erster Linie umfangreiche Ausrüstung zur Brandbekämpfung. Neben dieser umfangreichen Beladung für die Brandbekämpfung sind auf diesem Fahrzeug auch Gerätschaften zur technischen Hilfeleistung verlastet. Diese Ausrüstung ermöglicht die Hilfe bei Verkehrsunfällen, vollgelaufenen Kellern, Wetterschäden oder ähnlichem.

Weiterhin befindet sich auf dem LF 16/12 Ausrüstung zur Absicherung der Einsatzstelle, wie beispielsweise Verkehrsleitkegel, Blitzleuchten, Warnschilder, Winkerkellen, Absperrband oder auch Schlauchbrücken, sowie eine Ausrüstung zur Erstversorgung von Verletzten bestehend aus einer Krankentrage, Wolldecken und einem Notfallrucksack.

 

Fahrzeugdaten:

Fahrgestell:  MAN 14.224
Baujahr:  2000
Getriebe:  6-Gang Schaltgetriebe
Leistung:  158 kW
Gewicht:  12.280 kg
Höchstgeschwindigkeit:  80 km/h
Führerschein:  Klasse C (LKW)
   
Aufbauhersteller:  Metz
Besatzung:  1/8 (9 Feuerwehrleute)
Löschmittel: 1.600 l Wasser (+10 l Hydrex-Wasserlöscher), 120 l Schaummittel
  12 kg ABC-Pulverlöscher
Pumpen: Feuerlöschkreiselpumpe 1.600 l / min (fest)
  Tauchpumpe 350 l / min (mobil)
Schlauchmaterial: 245 m B-Druckschläuche
  180 m C-Druckschläuche
hydraulisches Rettungsgerät: Rettungsspreizer (SP 40)
  Rettungsschere (S 180)
  2 Rettungszylinder (RZ1, RZ2)
Leitern:  4-teilige Steckleiter (Rettungshöhe 2. OG)
  3-teilige Schiebeleiter (Rettungshöhe 3. OG)
Stromaggregat:  8 kVA
Lichtmast: 2 x 1000 Watt (fest, Dach)
  2 x 1000 Watt (mobil)
Sondersignalanlage Pressluft
Funkrufname:  Florian Rendsburg 20-48-1